Immobilienbewertung – Den Wert einer Immobilie richtig ermitteln

Immobilienbewertung – Den Wert einer Immobilie richtig ermitteln

Immobilienbewertung – Was hat meine Immobilie für einen exakten Wert? Was sich viele Immobilienbesitzer gerade in guten Marktlagen wie dieser regelmäßig fragen, lässt sich mit etablierten Verfahren ermitteln. Welches Verfahren vom Immobiliengutachter angewendet wird, hängt beispielsweise vom jeweiligen Haustyp ab.

Immobilienbewertung: Gründe für die Erstellung einer Wertermittlung

Immobilienbewertung – Es kann viele Gründe geben, für eine Immobilie ein Wertgutachten erstellen zu lassen. Der häufigste Fall ist, dass das Haus oder die Wohnung verkauft werden soll. Wenn Ehepaare sich scheiden lassen oder die Eigentümer zerstritten sind, ist der zweithäufigste Grund für einen Haus- oder Wohnungsverkauf. In den meisten Fällen trennen sich aber Hausbesitzer aber aus Altersgründen von Ihren eigenen vier Wänden. Vielleicht wird aber auch eine Immobile aus dem Betriebsvermögen in Privateigentum überführt, auch dann muss ein verlässliches Wertgutachten her. Solche Gutachten sollten dann von einem öffentlich bestellten und vereidigten Sachverständigen erstellt werden. Der Vorteil: Sie sind gerichtsfest.

Immobilienbewertung: Nicht immer muss es ein zertifizierter Sachverständiger sein

Benötigen private Verkäufer und Käufer lediglich eine sachkundige Einschätzung, was ihre Immobilie wert ist oder was sie bereit sein sollten zu zahlen, muss nicht unbedingt ein aufwendiges Wertgutachten eines zertifizierten Gutachters her. In solchen Fällen ist es in der Regel sinnvoller, dass ein qualifizierter Bausachverständiger das Objekt begeht und neben einer Preisspanne auch nötige Folgeinvestitionen beziffert. Soll es doch ein umfangreiches Wertgutachten sein, sind Verbände wie der VPB oder der Bundesverband der Sachverständigen und Fachgutachter (BDSF), aber etwa auch Industrie- und Handelskammern oder Immobilienmakler Ansprechpartner. Wird das Wertgutachten einer Immobilie bei einem Gerichtsverfahren benötigt, etwa bei der Verhandlung eines Scheidungsfalls, sollte man im Vorfeld klären, ob man den Gutachter selbst beauftragen kann oder ob das Gericht einen Sachverständigen vorgibt.

Immobilienbewertung: Die Verfahren bei der Wertermittlung

Ermittelt wird der Verkehrswert einer Immobilie auf Basis des Baugesetzbuches, der Immobilienwertermittlungsverordnung und der Wertermittlungsrichtlinien. Ein Faktor bei der Wertermittlung sind das Grundstück und seine Lage. Diesen Wert nennt man den Bodenwert. Der andere Faktor ist das Gebäude und sein Zustand. Je nach Immobilie wird für die Wertermittlung das Sachwertverfahren, das Vergleichswertverfahren oder das Ertragswertverfahren zugrunde gelegt. Bei Einfamilienhäusern wird in der Regel das Sachwertverfahren angewendet. Dabei liefern die von den Gutachterausschüssen der jeweiligen Kommune veröffentlichten Bodenrichtwerte eine Orientierung für den Grundstückswert. Auch Alter und Zustand des Gebäudes spielen eine wichtige Rolle. Je älter die Immobilie ist, desto größer ist die Wertminderung in Form des sogenannten „Alterswertabschlags“. Ein Gebäude, das älter als 80 Jahre ist, hat quasi keinen Zeitwert mehr. Es sei denn, es wurde im Laufe der Jahre saniert und dadurch verjüngt.

Sach- und Ertragswertverfahren sind die etablierten Standard-Verfahren bei der Ermittlung eines Verkehrswertes. Der Verkehrswert wird dabei als arithmetisches Mittel aus Sach- und Ertragswert gebildet. Das Vergleichswertverfahren kommt dagegen seltener zum Einsatz und wird in der Regel bei der Wertermittlung von vergleichbaren Objekten angewendet. Basis für die Wertermittlung ist die Kaufpreissammlung des Gutachterausschusses sowie große und etablierte Immobiliendatenbanken. Bei der Berechnung des Verkehrswertes werden der Bodenwert des Grundstücks sowie der Gebäudeertragswert, der sich aus den Mieteinnahmen und den Kosten für die Bewirtschaftung der Immobilie ergibt, zugrunde gelegt.

Immobilienbewertung: Kosten und Haltwertzeit von Wertermittlungen

Die Kosten des Gutachtens hängen von der Hausgröße, aber auch vom Aufwand des Gutachters ab. Bei einem Einfamilienhaus kostet ein Gutachten in der Regel zwischen 1500 und 2500 € zzgl. Mehrwertsteuer. Wenn es lediglich darum geht, den Wert der Immobilie professionell einschätzen zu lassen, reicht ein Kurzgutachten mit einem Umfang von 8-10 Seiten aus. Entsprechend niedriger sind die Kosten. Der Nachteil: Kurzgutachten sind nicht gerichtsfest. Wer glaubt, dass ein einmal erstelltes Wertgutachten auch noch im darauffolgenden Jahr gültig ist, der irrt. Das Gutachten weist den Wert der Immobilie zu einem bestimmten Stichtag auf. Daher sind die Haltwertzeiten von Immobilienbewertungen nicht besonders lang und meisten.

By | 2018-07-27T09:43:15+02:00 Juli 27th, 2018|Uncategorized|0 Comments

Leave A Comment

Ich akzeptiere